Jahrgang 5 erlebt den Wald als Ökosystem

11. Mai 2026 | Hervorgehoben

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Wald als Ökosystem“ fand für den gesamten Jahrgang 5 ein besonderer waldpädagogischer Unterrichtsgang im Eichwald statt. Jede der vier Klassen des Jahrgangs verbrachte jeweils einen eigenen Projekttag im Wald, sodass über vier Tage hinweg alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, den Wald intensiv zu erleben und zu erforschen. Die Durchführung erfolgte in Kooperation mit dem Forstamt Königstein.

Im Mittelpunkt des Unterrichtsgangs stand der Wald in seiner ganzen Vielfalt: als Lebensraum, Wirtschaftsraum, Erholungsraum und Freizeitraum. Die Kinder konnten unmittelbar erfahren, dass der Wald ein komplexes Ökosystem ist, in dem zahlreiche natürliche Prozesse ineinandergreifen.

Der Förster gestaltete für jede Klasse ein abwechslungsreiches und kindgerecht aufbereitetes Programm, das es ermöglichte, die oft abstrakten Inhalte des Unterrichts direkt im Wald zu erleben und zu verstehen.

Ein zentraler Schwerpunkt war die Untersuchung des Waldbodens. Die Schülerinnen und Schüler lernten die verschiedenen Bodenschichten kennen und erfuhren, welche wichtigen Funktionen der Boden für das gesamte Ökosystem erfüllt, unter anderem als Wasserspeicher, Nährstofflieferant und Lebensraum für viele Kleinstlebewesen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Entdecken der Baumarten im Eichwald sowie dem Aufbau eines Baumes. Die Kinder setzten sich intensiv mit den einzelnen Bestandteilen eines Baumes auseinander und lernten deren Funktionen kennen.

Besonders anschaulich war die gemeinsame Gestaltung eines „Klassenbaumes“, bei dem jede Klasse einen Baum mit seinen einzelnen Bestandteilen bildlich darstellte. Diese kreative Methode half dabei, den Aufbau und die Funktion eines Baumes nachhaltig zu verstehen.

Großes Staunen löste die Erkenntnis aus, dass ein Baum oft erst nach rund 150 Jahren für die Holznutzung geeignet ist. In einem Gedankenspiel wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich gemacht, wie stark Holz unseren Alltag prägt: „Was wäre, wenn in unserem Zuhause plötzlich alles aus Holz verschwinden würde?“, schnell wurde klar, dass Holz als Werkstoff aus dem modernen Leben nicht wegzudenken ist.

Die Kinder lernten zudem, Kennzeichnungen an Bäumen zu deuten und deren Bedeutung zu verstehen. Ebenso wurde thematisiert, warum biologischer Müll nicht im Wald zurückgelassen werden darf, um das empfindliche Gleichgewicht des Ökosystems nicht zu stören.

Der waldpädagogische Unterrichtsgang ermöglichte allen vier Klassen einen unmittelbaren Zugang zur Natur und verband theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung. Die intensive Begegnung mit dem Wald fördert nicht nur das Verständnis für ökologische Zusammenhänge, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln.

Ein herzlicher Dank gilt dem Forstamt Königstein sowie dem engagierten Förster, der mit viel Fachwissen und einem kindgerechten Zugang diesen besonderen Lerntag im Eichwald möglich gemacht hat.