Von der Schulbank an den Bienenstock – an der FES hat sich in den vergangenen Jahren viel getan in Sachen Umwelt- und Naturschutz. Unsere Schulimkerei, freut sich nun über einen ganz besonderen Meilenstein: Noah Traut aus der Klasse 8d ist der erste Jungimker unserer Schule, der nun sein eigenes Bienenvolk zu Hause betreut.
Von der AG zum eigenen Bienenvolk
Zwei Jahre hat Noah in unserer Schulimkerei mitgearbeitet. Er hat nicht nur gelernt, wie wichtig Bienen für unser Ökosystem sind, sondern auch, wie man verantwortungsvoll mit den kleinen Insekten umgeht. Aus dieser anfänglichen Faszination ist eine Leidenschaft geworden.
Am 17. April hat Noah als erster Schüler unserer Schule ein eigenes Bienenvolk mit nach Hause genommen. Dort wird er gemeinsam mit seinem Vater imkern – und das mit einer besonders modernen Ausstattung: Zum Einsatz kommt eine automatische Bienenbeute, die die Honigernte für beide deutlich erleichtert.
„Es ist so schön zu sehen, dass wir unsere Begeisterung für die kleinen Insekten auf Noah übertragen konnten. Dass er das, was er bei uns gelernt hat, jetzt auch in seiner Freizeit umsetzt, macht uns sehr stolz.“ – Elisa Jäckel und Cosima Völker
Ein aufregender Umzug in die neue Beute
Da Noah und seine Familie ein anderes Beutensystem verwenden als wir in der Schulimkerei, erforderte der Einzug der Bienen etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Um den Übergang so sicher wie möglich zu gestalten, haben wir die Bienenkönigin behutsam in ihr neues Zuhause gesetzt. Die restlichen Bienen wurden anschließend vorsichtig von den Waben vor den Eingang der neuen Beute geschüttelt. Es war ein faszinierender Moment: Trotz des ungewohnten Weges folgten die Bienen dem Duft ihrer Königin und fanden am Ende tatsächlich alle den sicheren Weg in ihr neues Heim.
Ein unerwartetes Abenteuer
Die Reise in ihr neues Zuhause gestaltete sich für die Bienen aufregender als gedacht. Während der Fahrt hatten sich Teile der Beute leicht verschoben, wodurch ein kleiner Spalt entstand und die Bienen ihren Weg nach draußen fanden. Entgegen aller Erwartungen blieben die Tiere jedoch völlig ruhig und sanftmütig. Als Herr Traut schließlich an seinem Zielort ankam und den Kofferraum öffnete, erwartete ihn eine große Überraschung: Die Bienen hatten sich friedlich an ihrem neuen Zuhause versammelt und warteten geduldig auf ihren Einzug. Ein echter Beweis für den ruhigen Charakter der Völker, die sich von dem kleinen Zwischenfall nicht aus der Ruhe bringen ließen!
Ein starkes Volk auf Erfolgskurs
Nachdem Noah und sein Vater die Schulbienen mit nach Hause genommen hatten, dauerte es gerade einmal zwei Wochen, bis die beiden das Volk erweitern mussten. Die Bienen haben sich in ihrer neuen Umgebung so prächtig entwickelt, dass Noah kurzerhand einen weiteren Brutraum aufsetzen musste, um ihnen genügend Platz zu bieten. Doch damit ist die Arbeit noch lange nicht getan: Ab jetzt heißt es genau aufpassen! Wenn sich das Volk weiterhin so rasant entwickelt, könnte es den Bienen bald zu eng werden, und sie könnten auf die Idee kommen zu schwärmen.
Ein großes Dankeschön an die Familie
Ein solcher Schritt erfordert nicht nur theoretisches Wissen und handwerkliches Geschick, sondern auch die entsprechende Ausrüstung. An dieser Stelle möchten wir uns bei Noahs Familie bedanken, die Noah in seinem Vorhaben unterstützt und der Schulimkerei für das Bienenvolk eine Spende zukommen lassen hat.
Wir wünschen viel Erfolg und eine süße Ernte!
Als ausgezeichnete Umweltschule sind wir begeistert, wie unsere Schülerinnen und Schüler das Wissen aus dem Unterricht und den AGs in die Welt hinaustragen und so einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Wir wünschen Noah und seinem Vater viel Freude, gutes Wetter und natürlich ganz viel Erfolg bei ihrem gemeinsamen Imkerei-Projekt!
Haben auch Sie Interesse an der Arbeit unserer Schulimkerei? Sprechen Sie uns gerne an!